25.08.2011 Montessori-Schüler lernen historisches Leben im Freilichtmuseum

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Verfasst am: 25.08.2011

In einem Langzeitprojekt erlernen Schüler der 7. Klasse der „Bilingualen Montessori Schule“ Heidesheim den Alltag früherer Jahrhunderte.

In einer einführenden Projektwoche werden ab dem 29. September die unterschiedlichen Tätigkeiten, die mit dem harten Leben verbunden waren, erarbeitet und nachvollzogen. Bis zum 2. September erhalten die Schüler im Freilichtmuseum Bad Sobernheim einen Einblick in das Leben und Arbeiten früherer Jahrhunderte und können ihr Erlerntes anschließend in die Praxis umsetzen. Vom Arbeiten mit Pflug, Dreschflegel und Windfege über das Besenbinden bis hin zum selbstständigen Drucken in der museumseigenen Druckwerkstatt werden die Jugendlichen in dem einwöchigen Intensivprogramm vielseitig gefördert und gefordert. Besonderen Stellenwert werden die Flachs- und Leinenherstellung einnehmen.

Bereits am 4. September haben die Schüler Gelegenheit ihr erarbeitetes Wissen zu präsentieren. An diesem Tag richtet das Freilichtmuseum den „Flachstag“ aus. Dann werden die Mädchen und Jungen das erlernte Wissen über die aufwendige Herstellung der vielseitigen Nutzpflanze mittels Info- und Mitmachstationen an die Besucher des Museums weiter geben.

Nach Einführungsphase und Veranstaltungstag bleibt die Kooperation zwischen Museum und Schule bestehen. Die Schüler werden an einem fest definierten Wochentag über ein ganzes Jahr in die Tier- und Grünpflege des Museums einbezogen und beispielsweise neue Konzepte einzelner Stationen für einen Lehrpfad entwickeln und umsetzen.

Über die Kooperation freut sich speziell die Museumspädagogin Monika Ebers, die von Klassenlehrerin Andrea Bernstorff zur Zusammenarbeit inspiriert wurde, denn das Konzept der Montessori Ganztagsschule beinhaltet substanziell das Arbeiten in praxisbezogenen Projekten.