Holz aus dem Lennebergwald in unserem Schulgarten

Verfasst am: 28.08.2018

 

Schüler der Praktischen Arbeit (PA) Arts `n´ Crafts werken mit professioneller Hilfe eigene Bänke für die Schattenplätze ihres Schulgartens.

Praktische Arbeiten (PAs) sind ein wesentlicher pädagogischer Bestandteil des Unterrichts in den Klassenstufen 7-10 und stellen die Organisationsform des Wahlpflichtunterrichtes dar. In dieser Entwicklungsstufe nimmt der Anteil der freien Arbeit zugunsten eines fachgebundenen Unterrichtes mit Studierphasen ab. Hier wenden die Schüler Lernkompetenzen an, die sie in den Klassen 1-6 im Rahmen der Freiarbeit erworben haben. Im Sinne des sogenannten Erdkinderplans nach der Pädagogik Maria Montessoris stehen Langzeitprojekte im Vordergrund, in denen die Schüler in Erfahrungsfeldern außerhalb der Schule arbeiten. Hierbei sollen neben den fachbezogenen Lerninhalten vor allem soziale Kompetenzen der Berufswelt nähergebracht werden: Teamwork und Motivation, Ausdauer und Durchsetzungskraft, Respekt und Benimmregeln spielen hier eine große Rolle.

Schüler der  PA „Arts `n´ Crafts“ nahmen sich zum Schuljahresende ein besonderes Projekt vor: Holzbänke schreinern für die Schattenplätze ihres Schulgartens. Fünf Schüler der PA entwickelten gemeinsam mit ihrer Lernbegleiterin Anna Maus erste Ideen. Ein Schreiner sollte als Fachmann eingebunden werden. So wurde die Arbeit zum Ende des Schuljahres aufgenommen und kurz nach Beginn des neuen Schuljahres in einem arbeitsintensiven Endspurt abgeschlossen. Drei massive Bänke aus Rubinien- und Eichenholz aus dem Lenneberger Forstwald sind entstanden. Vom Zuschnitt des Stammes im Lenneberger Sägewerk bis zur Handsignatur mit Brennstab – die Schüler machten alles selbst. Auf Feinheiten wurde mit professioneller Unterstützung des Schreiners Frank Gabriel genau geachtet: keine spitzen Kanten und Hervorhebung der feinen Maserung durch die richtige Schleiftechnik. Ihr jetziger Standort war bei den Schülern auch wohl überlegt: eine Rückzugsmöglichkeit für die jugendlichen Schüler und Schülerinnen soll er bieten – „ein bisschen aus dem Blickfeld darf er schon sein“, so Yannik, einer der Schüler. Probesitzen willkommen!