Schulgarten begeistert Umweltministerium und Stadt Ingelheim

Verfasst am: 18.06.2018

 

Das Geld, mit denen das Umweltministerium den Schulgarten der Bilingualen Montessori-Schule gefördert hat, ist gut angelegt. Davon überzeugten sich noch vor den Sommerferien Vertreter aus dem Umweltministerium Dr. Michael Hofmann und Michael Staaden sowie der Leiter des Amtes für Familien, Bildung und Sport der Stadt Ingelheim, Marco Koch, vor Ort. Sie waren begeistert vom Fortschritt des mit 15.000 Euro geförderten Projektes Lern- und Erfahrungsort Schulgarten.

Hofmann, Vertreter für Umweltministerin Ulrike Höfken, war sich sicher: „Das war ein schöner und abwechslungsreicher Termin.“ In einem Rundgang machten sich die Herren gerne selbst ein Bild, was die Schüler, Lehrer und Eltern hier geleistet haben. Entsprechend der Montessori-Pädagogik durfte alles selbst erfahren werden. Probesitzen im grünen Klassenzimmer mit seinen Gruppenarbeitsbereichen war genauso möglich wie das Probieren von Himbeeren im Naschgarten. Rund 15 Schüler, Lehrer und Vertreter der Elternschaft begleiteten den Rundgang. 

In den Praktischen Arbeiten (PAs), wie die Wahlpflichtfächer an der Bilingualen Montessori-Schule heißen, hatten sie in den vergangenen Monaten kräftig Hand angelegt, etwa eine Kräuterspirale gebaut und verschiedene Beete bepflanzt. „Das riesige Insektenhotel, gemütliche Sitzgelegenheiten aus Holzstämmen und das Einpflanzen von mehr als 50 Hainbuchen wurde in ehrenamtlichen Stunden von den Eltern geleistet“, weiß Projektleiterin und Mutter eines Achtklässlers Warsinsky zu berichten.  

Die Fördersumme des Ministeriums deckt etwa die Hälfte der anfallenden Kosten. Es ist nicht nur Schulgarten und grünes Klassenzimmer, sondern ein besonderer Ort der Begegnung rund um denPausenhof entstanden, was ganz besondere Herausforderungen mit sich bringt. Die Schüler sind sensibilisiert, dass über die Beete nicht getrampelt werden darf und die Insekten gerne beobachtet aber nicht gequält werden dürfen. Durch das eigene Tun und Bearbeiten des Gartens lernen die Kinder gemäß der Montessori-Pädagogik, achtsam mit der Umwelt umzugehen. „Der Garten ist bewusst nicht mit einem Zaun vom Pausenbereich getrennt, so entsteht mehr Raum für alle“, sagt Warsinsky. 

Schon als die Schule in Planung war, hatte die PA Grüner Daumen mit dem Architekten zusammengesessen, um den Grundstein für das heutige Projekt zu legen. Eindrucksvoll stellten die Schüler anhand von Bildern und praktischen Beispielen dessen Entwicklung vor.

 „Wie viel die Kinder hier selber machen können und dürfen“, zeigte sich Staaden ganz begeistert. Die Grundschüler bestellen einen Bauerngarten mit Ringelblumen und Kartoffeln. PA Hildegard nutzt die Kräuterspirale für den Unterricht und PA Grüner Daumen pflegt vier Hochbeete und freut sich schon auf die Ernte. Auch die Nachmittags-Naturgruppe aus Schülern der verbundenen Grund- und Realschule Plus beobachtet begeistert, wie die Insekten in den Schulgarten einziehen und die ersten selbst gesäten Wildblumen wachsen. „Ohne die Förderung wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen“, bedankte sich Warsinsky beim Ausklang mit einem gemütlichen Buffet, das die schuleigene Mensa zur Verfügung gestellt hat.

 

Fotos: Roman Knie